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Klosterhof Salaplauna
Der Name Salaplauna ist eine Komposition aus dem lateinischen silva (Wald) und plauna, lateinisch plana (eben). Der Name dieser ebenen Fläche kommt aus der Zeit der Urbanisierung und bedeutet ebener Wald.
Das Herzstück des Klosterhofs ist die Salaplauna. Es handelt sich um eine zusammenhängende, ebene Fläche von 12.5 ha auf 1130m ü.M.
Unmittelbar auf der gegenüberliegenden Seite der Lukmanierstrasse liegt eine gleichwertige Parzelle mit einer Fläche von 4.5 ha. Der Boden ist leicht sandig und ermöglicht Ackerbau zu betreiben. Es ist als sehr gutes, fruchtbares Land einzustufen. Die maschinelle Bewirtschaftung ist uneingeschränkt. Die übrigen Wiesen und Weiden liegen im Umkreis von rund 0.5 km. Sie liegen in etwa auf gleicher Höhe und sind grösstenteils ebenfalls mit Machinen bewirtschaftbar. Der Betrieb ist einer der grössten in der Cadi. Zum Klosterbetrieb gehört der Sömmerungsbetrieb Sogn Gagl. Die Alp Sogn Gagl liegt im Val Medel und wird während rund 75 Tagen mit den Kühen des Klosterbetriebes genutzt. Die Alp ist über die Lukmanierstrasse bestens erschlossen. Die Milch wird in der Käserei Sedrun zu „Bündner Bergkäse“ und anderen Molkereiprodukten verarbeitet.
Der Betrieb Klosterhof Salaplauna ist Eigentum des Benediktinerklosters Disentis. Bis ins Jahr 1995 wurde der Landwirtschaftsbetrieb in eigener Regie geführt. Ab 1. Mai 1996 wurde er verpachtet.
Der Gutsbetrieb des Klosters ist am Ostermontag 2006 bis auf die Grundmauern abgebrannt. Dabei entstand Sachschaden von über eineinhalb Millionen Franken. Menschen wurden nicht verletzt. Rund 50 Tiere, die sich im Stall befanden, konnten rechtzeitig gerettet werden. Ein Rind fiel den Flammen zum Opfer, das Pferd erlitt Verbrennungen und musste später eingeschläfert werden. Das angrenzende Wohnhaus wurde durch eine einstürzende Wand in Mitleidenschaft gezogen, konnte aber vor grösserem Schaden bewahrt werden. Gemäss den Erkenntnissen der Brandermittlung liegen keine Hinweise auf Brandstiftung oder Grobfahrlässigkeit vor.
Center Sursilvan d’Agricultura
In den Klosterstall integriert sind auch Räume für verschiedene Aktivitäten vorgesehen. Die Salaplauna will zum Zentrum für die Landwirtschaft der Surselva werden. Dabei soll sie nicht zur Konkurrenz für die bestehenden Betriebe werden, sondern die Kräfte der Branche bündeln und neue Perspektiven schaffen.
Das Center wird die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gewerbe und Tourismus fördern. Die Zusammenarbeit soll jedem Wirtschaftszweig zu mehr Wertschöpfung und einer besseren Positionierung verhelfen. Andererseits soll dadurch das Bewusstsein für Landschaft und Landwirtschaft gestärkt werden.
Zu diesem Zweck hat eine interdisziplinäre Gruppe unter der Leitung der regionalen Wirtschaftsförderung erste Schritte unternommen. Eines der Ergebnisse daraus ist die im Mai 2007 erfolgte Einreichung eines Projekts zur regionalen Entwicklung gemäss Artikel 93 des Landwirtschaftsgesetzes beim Bund. Seit Juni 2009 ist Pierre Coulin Geschäftsführer des Center Sursilvan d’Agricultura und koordiniert die Aktivitäten unter Käsereien, Bauern, Gastronomen und dem Kloster.
Verein Center sursilvan d'agricultura
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